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Prävention von Gebärmutterhalskrebs

 

Gebärmutterhalskrebsprävention basiert auf effektiven Früherkennungsprogrammen, die mit der Behandlung von Zellveränderungen einher gehen. Um effektiv zu sein, muss die Gebärmutterhalskrebsprävention als Teil der staatlichen Gesundheitspolitik die aufklärerische Komponente stark betonen, um die Aufmerksamkeit der Frauen vermehrt auf die Krankheit und auf die Vorteile der Früherkennung zu lenken.

 

Früherkennungsmethoden

1. Der Pap-Test (zervikaler Abstrich)

Die erste und primäre Früherkennungsmethode für Gebärmutterhalskrebs, der zervikale Abstrich, basiert auf der mikroskopischen Untersuchung eines zervikalen Zellabstrichs.

Diese Methode wurde von Georges Papanicolaou entwickelt und ermöglicht den Nachweis von Zellveränderungen, die sich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können. Der Einsatz des PAP-Tests hat zu einem signifikanten Rückgang von Gebärmutterhalskrebserkrankungen geführt, wo immer diese Früherkennungsmethode effektiv eingeführt wurde.

In den letzten 10-15 Jahren hat sich das Wissen über Gebärmutterhalskrebs und seine Ursachen enorm vergrößert, so dass möglicherweise die Früherkennung durch Anwendung neuerer Technologien verbessert werden könnte.

2. HPV Tests

Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass HPV -Tests drei große Vorteile aufweisen:

• eine höhere Sensitivität zum Nachweis früher Erkrankungsstadien, in denen noch eine einfach Behandlung möglich ist

• ein längeres Zeitintervall zwischen den Früherkennungsuntersuchungen von möglicherweise 3 Jahren und mehr

• eine Kostenreduzierung der Früherkennung

HPV-Tests sind momentan Gegenstand diverser klinischer Studien in verschiedenen europäischen Ländern. Sollten die Ergebnisse dieser Studien den Nutzen des Test bestätigen, könnte der HPV-Test in die Früherkennungsprogramme integriert werden.

Bis dahin bietet der PAP-Abstrich jedoch den bestmöglichen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs.

 

Präventive frühzeitige Behandlungen

1. Frühzeitige Behandlung verhindert die Entwicklung von Krebs

Ein abnormer Pap-Befund kann bedeuten, dass Sie ein erhöhtes Risiko haben, Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln – aber eine effektive Folgeuntersuchung kann dieses Risiko minimieren. Zellveränderungen verschwinden meist von selbst, so dass keine Behandlung nötig ist. Bleiben sie jedoch über längere Zeit hinweg bestehen oder werden noch hochgradiger, wird Ihr/e Gynäkologe/in Ihnen zu einer genaueren Untersuchung des Gebärmutterhalses, einer Kolposkopie , raten. So kann entschieden werden, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht.

Werden während der Kolposkopie Zellveränderungen an Ihrem Gebärmutterhals festgestellt, kann es sein das Ihr/e Gynäkologe/in eine kleine Gewebeprobe ( Biopsie oder endozervikale Kürettage ) entnimmt. Mit Hilfe der Ergebnisse dieser Biopsie oder Kürettage kann dann eine genauere Diagnose gestellt werden.

Werden persistente, andauernde, abnorme Zellveränderungen diagnostiziert, ist eine Behandlung, welche die betroffenen Zellen entfernt, zu empfehlen. So kann eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Frühzeitige Behandlungen sind meist recht unkompliziert, sehr erfolgreich und haben keine negativen Auswirkungen auf eventuelle Kinderwünsche.
Je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso erfolgreicher ist sie.  Deshalb ist es von äußerster Wichtigkeit, dass Sie die Anweisungen Ihres/r Gynäkologe/in sorgfältig befolgen.

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, die je nach Fall ausgewählt werden müssen und alle sehr effektiv sind.

2. Behandlungsmethoden

• Hochfrequenzschlingenabtragung (Loop-Exzision, LEEP, LLETZ)

Dies ist die derzeit verwendete und unkomplizierteste Methode. Bei der Hochfrequenzschlingenabtragung wird das Gewebe im  Bereich  der Zellveränderungen mit einer dünnen Drahtschlinge, durch die ein hochfrequenter elektrischer Strom fließt, abgetragen. Die Hochfrequenzschlingenabtragung kann in der Praxis Ihrer/s Gynäkologe/in durchgeführt werden, dauert nur wenige Minuten und wird unter lokaler Betäubung und damit schmerzlos vorgenommen.

• Kryotherapie

Bei dieser Behandlungsmethode wird eine stark gekühlte kleine Metallplatte eingeführt und einige Minuten mit der Zervix in Kontakt gebracht, so dass die abnormen Zellen vereist und entfernt werden können. Auch die Kryotherapie kann in der Praxis Ihrer/s Gynäkologe/in vorgenommen werden und ist nahezu schmerzfrei.

• Lasertherapie

Bei dieser Methode werden die veränderten Zellen mit einem Laserstrahl erhitzt und zerstört. Auch die Lasertherapie wird unter lokaler Betäubung durchgeführt, damit die Behandlung schmerzfrei erfolgen kann.

• Konisation

Bei dieser Behandlungsmethode wird der auffällige Bereich als kegelförmiger Ausschnitt operativ aus dem Gebärmutterhals entfernt. Eine Konsiation kann mit Hilfe von Laserstrahlen oder in Form einer Messerkonisation erfolgen.

3. Nach der Behandlung

Nach einer Laser- oder Hochfrequenzschlingenbehandlung kann es 3-4 Wochen zu Blutungen und Ausfluss kommen. Während dieser Zeit, sollte Sie

• Damenbinden, jedoch keine Tampons benutzen

• körperliche Anstrengungen vermeiden

• bis zum Ende der Blutungen auf Geschlechtsverkehr verzichten

• nach dem Ende der Blutungen einen weiteren Monat Kondome benutzen


In der Regel ist die Behandlung von Dysplasien erfolgreich, so dass die meisten Frauen danach keine Probleme mehr damit haben. Einige wenigen Frauen haben nach der Behandlung erneut auffällige Pap-Abstrichbefunde, die eine weitere Behandlung erfordern. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass Sie auch weiterhin regelmäßig an der Vorsorgeuntersuchung teilnehmen und gegebenenfalls auch einen weitere Kolposkopie vornehmen lassen, je nach Anraten Ihrer/s Gynäkologe/in.

Die meisten Frauen, die wegen zervikalen Zellveränderungen behandelt werden, haben eine HPV (humanes Papillomavirus )–Infektion. Für gewöhnlich verschwindet das Virus nach der Behandlung. Neuere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass, wenn HPV auch nach der ersten Behandlung noch vorhanden sind, meist eine weitere Behandlung nötig ist. Deshalb wird der HPV-Test für die Nachsorge bei behandelten Patientinnen bereits eingesetzt.

 

HPV- Impfung – die Hoffnung der Zukunft?

Impfungen gegen HPV -Infektionen (Prophylaktische Impfung) sind gegenwärtig Gegenstand zahlreicher und breit angelegter klinischer Studien. Erste Resultate zeigen eine hohe Effektivität gegen die HPV Typen in den Impfseren. Noch ist jedoch die Anzahl der HPV-Typen sehr begrenzt und müsste für eine effektiven Schutz erweitert werden.

Sollten sich diese ersten Resultate jedoch in klinischen Studien bestätigen, könnte die Aussicht, mit einer umfassenden Impfung der Bevölkerung den Gebärmutterhalskrebs zu besiegen, in naher Zukunft Realität werden.

Bislang zeigen die Forschungsergebnisse, dass die Impfung vorgenommen werden muss, bevor ein erster Kontakt mit dem Virus vorliegt, um effektiv zu sein.
In den meisten europäischen Ländern könnte dies nur zuverlässig erreicht werden, wenn eine Impfung bereits bei Jugendlichen stattfindet, also bei Mädchen (möglicherweise auch Jungen) im Alter von ca. 11 oder 12 Jahren. Eine prophylaktische Impfung würde daher keinen Schutz für Erwachsene, die bereits mit HPV in Kontakt gekommen sind, gewährleisten.

Das bedeutet, dass die Früherkennung weiterhin den besten Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs für erwachsene Frauen bietet. Erst die nächsten Generationen der Kinder oder Enkel können möglicherweise geimpft werden und brauchen dann keine Früherkennung mehr.


Copyright:

© Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.

 

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