Pap Test
Nach der Einführung des Pap-Tests vor ca. 50 Jahren
in Amerika, wurden die Gebärmutterhals(Cervix)-Krebserkrankungen
um 70% reduziert.
Der Test erkennt Veränderungen der Cervix, die
zum Krebs führen können. Die Früherkennung
ermöglicht eine Therapie bevor der Krebs ausbrechen
kann.
Auf dieser Seite erfahren Sie:
• wer einen Pap-Test machen soll
• wie oft der Test notwendig ist
• Bedeutung der Ergebnisse
Gebärmutterhals
Der
Gebärmutterhals ist das untere, schmale Ende der
Gebärmutter. Es öffnet sich in die Scheide.
Der Gebärmutterhals wird von einer dünnen
Gewebeschicht gedeckt (ähnlich der Mundschleimhaut).
Die Zellen dieser Haut, sowie auch alle anderen, wachsen
laufend nach. Dabei bewegen sich langsam die Zellen
aus der unteren Schicht nach außen. Während
dieses Prozesses können einige Zellen abnormal
werden.
Für die Untersuchung wird eine Probe der Zellen
von der Oberfläche des Gebärmutterhalses entnommen.
Die Prüfung kann abnormale Zellen finden, die zu
Krebs vom Gebärmutterhals (aber nicht auch andere
Krebsformen) und der Scheide führen könnten.
Ein regelmäßiges Teil Ihrer Gesundheitsvorsorge
Wann
Sie mit de Test beginnen sollen und wie oft er durchgeführt
werden soll, hängt von Ihrer gesamten ärztlichen
Vorgeschichte ab. Sie sollten den ersten Pap-Test im
Alter von 20 Jahre machen, oder wenn Sie regelmäßigen
heterosexuellen Sex haben.
Wenn Ihre Prüfungen abnormale Ergebnisse zeigen,
oder wenn Sie Krebs gehabt haben, sollten die Abstände
zwischen zwei Tests verkleinert werden. Auch wenn Sie
eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) gehabt
haben, sollten Sie mit dem Pap-Test nicht aufhören.
Das Krebsrisiko kann steigen wenn:
• Sie haben Geschlechtsverkehr mit mehr als einen Mann oder wenn dieser mehrere Partnerinnen hat
• sehr früher erster Verkehr (unter 15)
• Sie haben bestimmte Geschlechtskrankheiten (Herpes, Warzen) gehabt
• HIV-Infektion oder geschwächtes Immunsystem (Transplantpatient)
• intensives Rauchen
Bei Frauen die eines dieser Risiken hat, sollte jährlich einen Pap-Test machen. Wenn nicht und wenn drei nachfolgende Tests negativ waren, können die Intervalle verlängert werden. Das schließt die routinegynäkologische Untersuchung nicht aus. Abnormale Zellen gehen vielleicht zuvor durch mehrere Phasen der Änderung bevor zervikaler Krebs entsteht. Dies passiert normalerweise im Verlauf einer Anzahl von Jahren und hat manchmal Blutungen, Unterleibschmerzen oder Ausfluss als Anzeichen.
Der Pap-Test
Für
die Probeentnahme wird ein Speculum in die Scheide eingelegt.
Eine Zellenprobe wird mit einer kleinen Bürste
oder einem Tupfer und Spachtel gesammelt.
Die
Bürste oder der Tupfer wird in den zervikalen Kanal
eingelegt, um die höheren Zellen zu erreichen.
Der Test kann während einer planmäßigen
gynäkologischen Untersuchung gemacht werden. Spülen
Sie nicht oder benutzen Sie für 2 bis 3 Tage kein
Scheidenmedikament, Spermizide oder Gleitmittel vor
der Untersuchung. Diese Produkte könnten die veränderten
Zellen wegspülen oder verdecken. Es ist am besten
den Pap-Test außerhalb Ihrer Periode zu terminieren.
Ein Spekulum wird in Ihre Scheide eingelegt. Dieses Gerät öffnet die Scheide so weit, dass der Gebärmutterhals gesehen werden kann. Eine kleine Bürste und eine Spachtel werden benutzt, um Zellen vom inneren und außerhalb des Gebärmutterhalses zu entfernen. Sie werden keinen Schmerz empfinden.
Die Zellprobe wird dann auf eine Lamelle fixiert, die für die Prüfung ins Labor geschickt wird. Ein Spezialist benutzt ein Mikroskop um Zellen zu suchen, die nicht normal erscheinen. Die Ergebnisse werden je nach Zellenbild eingestuft.
Es
sind mehrere neue Methoden entworfen, die die Genauigkeit
der Prüfungsergebnisse zu verbessern. Bei einer
der Methoden, schickt man die Zellen in einer mit Flüssigkeit
befülltem Flasche zum Labor. Die Zellen werden
dann auf eine Lamelle aufgetragen und auf die übliche
Weise gelesen. Andere Methoden benutzen Computer um
abnormale Zellen zu finden. Es ist nicht eindeutig,
dass diese Methode besser den zervikalen Krebs erkennen
kann.
Die Ergebnisse
Ein
falsch-positives Ergebnis zeigt ein Problem, wenn es
keines gibt.
Ein falsch-negatives Ergebnis zeigt, dass es sei alles
in Ordnung, obwohl es wirklich ein Problem gibt.
Klassifizierung zytologischer Befunde nach der Münchener Nomenklatur (SOOST) modifiziert nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Zytologie:
Gruppe |
Zytologische Diagnose |
Empfohlene Maßnahmen |
I |
Regelrechtes Zellbild |
Routinekontrolle nach 1 Jahr |
II |
Normales Zellbild, aber mit leichten entzündlichen, metaplastischen regenerativen oder degenerativen Veränderungen |
Kontrolle evtl., nach Entzündungstherapie oder hormonaler Aufhellung |
III |
Unklares Zellbild, offenbar bedingt durch: |
Kurzfristige Abstrichkontrolle, bei bleibend unklarem
Befund alsbaldige histologische Abklärung |
III D |
Leichte Dysplasie, Mäßige Dysplasie |
Kontrolle innerhalb von 3 Monaten, bei Persistenz über 1 Jahr oder Progredienz Konisation und Abrasio |
IV A |
Schwere Dysplasie, Ca in situ |
Konisation |
IV B |
Ca i situ, Verdacht auf invasives Wachstum |
Konisation und Abrasio |
V |
Invasives Karzinom |
Probeexzision bei makroskopisch erkennbarem Tumor, bei mikroskopisch und/oder kolposkopisch unverdächtiger Portiooberfläche Konisation mit getrennter Zervix-Korpus-Küretage |
P |
Technisch unbrauchbarer Abstrich |
Abstrichwiederholung innerhalb 2 Wochen |
Diese
Vergrößerung der Gebärmutterhallszellen
zeigt abnormale Zellen (Mitte), die zur Oberfläche
des Gebärmutterhalses wuchsen.
Ist der Pap-Test immer Genau?
Wie
auch andere Prüfung ist er nicht immer 100% genau.
Es könnten fälschlicher Weise veränderte
Zellen gemeldet
werden (Ergebnis falsch-positiv). Es könnten jedoch
veränderte Zellen auch übersehen oder nicht
erkannt
werden (falsch-negativ). Falsch-negative Ergebnisse
können aus folgenden Gründen vorkommen:
• Die Probe enthält zu wenige oder zu viele Zellen
• Eine Infektion oder Blut deckt die veränderten Zellen ab
• Intimpflege oder Scheidenarzneimittel haben die abnormale Zellen weggespült
Weil der Pap-Test auf die optische Kontrolle einer Präparatlamelle basiert, könnte passieren, dass mehrere Experten über das Ergebnis nicht einig sind. Manchmal wird eine Testwiederholung notwendig.
Überwachung
Wenn das Labor irgendein abnormales Ergebnis berichtet, wird der Arzt weitere Prüfungen terminieren. Dies ist oft die einfache Testwiederholung nach einigen Wochen oder Monaten. Im Labor wird die entnommene Probe, von einem Speziallisten, unter dem Mikroskop analysiert. Manchmal wird Ihr Arzt eine Kolposkopie anordnen; diese kann über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Ein Vergrößerungsgerät wird benutzt, um Änderungen des Gebärmutterhalses zu erkennen.
Kolposkopie könnte dem Arzt helfen, sich zu entscheiden, ob eine zervikale Biopsie gemacht werden muss. Für eine Biopsie entfernt der Arzt einige der Zellen, die unter einem Mikroskop studiert werden sollten. Die Behandlung hängt vom Ergebnis der Zellenuntersuchung ab. In vielen Fällen besteht die Behandlung nur aus der Entfernung einer dünnen Schicht der Zellen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses. Die nachwachsenden Zellen sind oft normal und benötigen keine weitere Behandlung.
Zum Schluss
Der PAP-Test ist der beste Weg, Änderungen zu finden, die vielleicht zu zervikalem Krebs führen. Abnormale Zellen zu finden, kann helfen, Gebärmutterhalskrebs zu vermeiden. Nur eine sehr kleine Anzahl von Frauen mit abnormalen Pap-Testergebnissen erkrankt an Gebährmutterhalskrebs. Durch das Verstehen des Pap-Tests und seiner Ergebnis-Interpretation, können Sie einen aktiv an Ihrer Gesundheitsvorsorge teilnehmen.

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